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PRA (= progressive Retinaatrophie)

Generalisierte progressive Retina Atrophie (gPRA) ist eine vererbte Augenerkrankung, die bei vielen Rassehunden (und auch Mischlingen!) vorkommt. Dieses kontinuierlich fortschreitende Augenleiden führt im Endstadium immer zur Blindheit.

Bei allen betroffenen Hunden werden die gleichen Krankheitsmerkmale beobachtet:

Im Anfang der Erkrankung ist bei betroffenen Hunden Nachtblindheit und der Verlust der Anpassung des Sehvermögens an das Dämmerlicht erkennbar. Nach und nach zeigen sich Seheinschränkungen auch bei Tageslicht. Dies ist bei den Hunden am unsicheren Verhalten in der normalen Umwelt erkennbar. Zur gleichen Zeit kommt es zur Erweiterung der Pupillen, verursacht durch eine verstärkte Lichtreflexion der reduzierten Retina im Innern der Augen. Oft verändert sich zusätzlich die Augenlinse, sie trübt ein und wird undurchsichtig. Es entsteht somit eine Katarakt.

Der Hund erleidet bei der Erblindung keine Schmerzen! UND: eine Erblindung aufgrund von PRA, ist ein meist langsamer Prozess, der  2 Jahre und auch noch länger dauern kann. So hat der Hund viel Zeit zu lernen, mit dieser Behinderung zu leben.

Bei einer Augenuntersuchung kann ein geschulter Fachtierarzt für Augenkrankheiten eine PRA weit vor äußerlich sichtbaren Anzeichen erkennen. Die Diagnose kann noch durch ein Elektroretinogramm (ERG) bestätigt werden. Hierbei werden die elektrischen Ströme gemessen, die von der Retina ausgehen, ähnlich dem Elektrokardiogramm (EKG) zur Untersuchung der Herzfunktion. Um eine ganz genaue Aufzeichnung zu gewährleisten,  muss der Hund dazu narkotisiert werden-

(QuelleRuhr-Uni-Bochum, Mai 2009).

 

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